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Mikrobiologische Untersuchung von Bier: klassische Methoden im Vergleich mit FTIR-Screening

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CONTRIBUTORS:
  Author Knödl, C
  Author Noack, D
  Author Lachenmeier, D W (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe)
PROCEEDINGS TITLE:
  Lebensmittelchemie 60
YEAR: 2006
PUB TYPE: Conference Paper in Proceedings
PAGES: 154 - 155
SUBJECT(S): beer, microbiology, screening, FTIR
DISCIPLINE: Microbiology
HTTP:
LANGUAGE: German
PUB ID: 103-431-798 (Last edited on 2006/12/22 02:24:08 US/Mountain)
SPONSOR(S):
 
ABSTRACT:
Bei der mikrobiologischen Untersuchung von Bierproben im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg lag in den letzten Jahren eine relativ hohe Quote auffälliger Proben vor [1]. Dabei handelte es sich meist um offene Biere aus Schankanlagen, die zum Teil erhebliche Keimgehalte, z.B. von coliformen Keimen oder Bierverderbern, aufwiesen. Ursache der Keimbelastungen waren z.B. mangelhafte Reinigung und Desinfektion der Zapfhähne und Schlauchverbindungen. In Klein- und Gaststättenbrauereien konnte häufig eine Rekontamination des Bieres im Bereich der Plattenkühler festgestellt werden. Nur durch regelmäßige Reinigung und Desinfektion aller mit Bier in Berührung kommenden Installationen ist es möglich, Probleme dieser Art zu vermeiden. In vielen Fällen konnten klassische Bierschädlinge, z.B. Lactobacillus brevis, Pectinatus spp. oder Megasphaera cerevisiae nachgewiesen werden. In Einzelfällen (Beschwerdeproben, die aufgrund von Geschmacks- und Geruchsfehlern zur Untersuchung eingereicht wurden) konnten ebenfalls klassische Bierschädlinge als Verursacher dieser Fehler identifiziert werden.
Neben Methoden der klassischen kulturellen Mikrobiologie wurde bereits der Einsatz von programmierten Gensonden zum selektiven Nachweis von bierverderbenden Mikroorganismen beschrieben [2]. Im Vergleich zu diesen Methoden ist FTIR-Spektroskopie wesentlich einfacher in der Routineanalytik durchzuführen. Eine kulturelle Anreicherung ist nicht erforderlich, und die Ergebnisse liegen innerhalb weniger Minuten vor. In der vorliegenden Arbeit wurden erstmals die Ergebnisse der klassischen Mikrobiologie mittels multivariater Datenanalyse mit den FTIR-Spektren korreliert. Jack-Knifing und genetische Algorithmen wurden dabei eingesetzt, um für die einzelnen Mikroorganismen-Gruppen (Milchsäurebildner (MRS-Agar), Bierverderber- (NBB-Agar), coliforme Keime (COFO-Agar) spezifische Wellenlängen-Bereiche zu selektieren, die für die nachfolgende Partial Least Squares (PLS) Regression eingesetzt wurden.
Die FTIR Spektren wurden auf dem Winescan FT 120 (Foss Hamburg) gemessen und mittels Multiplicative Scatter Correction (MSC) vorbehandelt. Die PLS Regression erfolgte mit dem Softwarepaket „The Unscrambler“ von Camo Process AS (Oslo, Norwegen), mit dem auch die Auswahl signifikanter Wellenlängen mittels Jack-knifing erfolgte.
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