Effiziente Analyse von Taurin in Getränken mittels FTIR und Aminosäureanalysator zur lebensmittelrechtlichen und toxikologischen Bewertung
|
 |
|
Post a Comment
|
 |
|
|
|
|
ABSTRACT:
Taurinhaltige Getränke werden seit einigen Jahren verstärkt als sog. Energydrinks auf dem Markt angeboten, obwohl der wissenschaftliche Nachweis dieser Wirkung bislang nicht geführt werden konnte [1]. Nachdem Taurin zunächst nur in alkoholfreien Getränken enthalten war, werden mittlerweile auch alkoholhaltige Mischgetränke (Alkopops) mit Taurinzusatz angeboten, wobei die Hersteller dieser Erzeugnisse häufig statt Spirituosen auf Wein, Fruchtwein und Bier als Alkoholgrundlage ausweichen, um die Alkopop-Sondersteuer zu umgehen [2].
Neben dem Einsatz der Aminosäureanalytik (ionenchromtographische Trennung mit Ninhydrin-Nachsäulenderivatisierung) als Referenzmethodik wird in dieser Arbeit erstmals die FTIR-Spektroskopie als Screeningmethode zur Bestimmung von Taurin in Getränken vorgestellt. Im Vergleich zur Referenzmethode ist FTIR-Spektroskopie wesentlich einfacher in der Routineanalytik durchzuführen und die Ergebnisse liegen innerhalb weniger Minuten vor.
Beide Methoden konnten im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung zur Überprüfung der in der Aromenverordnung (300 mg/l) bzw. für alkoholfreie Getränke aufgrund von Allgemeinverfügungen bzw. Ausnahmegenehmigungen (bis zu 4000 mg/l) erlassenen Taurinhöchstmengen eingesetzt werden.
Dabei wurde festgestellt, daß zunehmend Energydrinks mit überdosierten Taurinzusätzen (bis 10.000 mg/l) in den Verkehr gebracht werden. Missbräuchlich werden diese Erzeugnisse mit Verkehrsbezeichnungen, wie „Energydrink Grundstoff“ samt Verdünnungshinweis gekennzeichnet, obwohl sie auch in unverdünntem Zustand genießbar sind. Auf diese Weise sollen die Höchstmengen-Regelungen umgangen werden.
Besonders kritisch sind alkoholhaltige Mischgetränke mit Taurin zu bewerten. Neben der gegenüber der normalen Ernährung erheblich größeren Taurinaufnahme, sind hier möglicherweise toxikologisch relevante Wechselwirkungen mit Ethanol zu berücksichtigen.
1. Rutherford J, Stellingwerff T, Spriet LL (2006) Med. Sci. Sports Exerc. 38: S127.
2. Godelmann R, Lachenmeier DW (2005) Lebensmittelchem. 59:153-154
|
|
|
|
STATISTICS
|
|
Click on # to view
|
|
Citations
|
|
0
|
|
References
|
|
1
|
|
Comments
|
|
0
|
|
Quality
|
|
0/0.00
|
|
Interest
|
|
0/0.00
|
|
View(er)s
|
|
2/166
|
|
|
|
|
|
|
| Prev |
Next |
|