Vienna Consensus? Der EU-Lak-Gipfel im Rahmen der österreichischen Präsidentschaft
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CONTRIBUTORS:
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JOURNAL:
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International. Die Zeitschrift für Internationale Politik,
2006(1),
26 -
32.
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YEAR:
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2006
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PUB TYPE:
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Journal Article
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SUBJECT(S):
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Latin American studies, EU studies
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DISCIPLINE:
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Political Science
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HTTP:
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http://www.litera.at/international/
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LANGUAGE:
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German
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PUB ID:
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103-426-107
(Last edited on
2006/04/22 02:09:42 GMT-6)
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SPONSOR(S):
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ABSTRACT:
German language abstract:
Die am 11. und 12. Mai 2006 in Wien unter österreichischer Präsidentschaft stattfindende EU-Lateinamerika-Gipfelkonferenz bietet die Gelegenheit, das in Guadalajara 2004 in Mexico bei der vorangegangenen EU-LAC Gipfelkonferenz prominent behandelte Thema der „sozialen Kohäsion“ erneut anzusprechen. Lateinamerika und Europa, die bei vergangenen Gipfeln stets betont haben, an einer multilateralen „global governance“ interessiert zu sein, hätten die Chance, zentrale Prioritäten des „Washington Consensus“ [1. fiskalische Disziplin; 2. öffentliche Ausgaben müssen in gewinnorientierte Sektoren umgelegt werden; 3. Senkung der Spitzensteuersätze; 4. positive reale und einheitliche Zinssätze ohne soziale Ausnahmen; 5. kompetitive Wechselkurse; i.e. keine überbewerteten Währungen; 6. möglichst weitgehende Handelsliberalisierung, einheitliche und niedrige Außenzölle innerhalb von 3 bis 10 Jahren; 7. gleiche Behandlung für ausländische und einheimische Investoren; 8. Privatisierung; 9. Deregulierung; 10. Garantie und Schutz der Eigentumsrechte] zu Gunsten eines „Vienna Consensus“ der vorrangigen Armutsbekämpfung und sozialen Kohäsion zu hinterfragen.
Systematische Vergleiche zeigen, dass Europa Spitzenwerte bei der Implementierung der Globalisierung und Marktöffnung zu verzeichnen hatte [vgl. auch den neuen Index des Tempos der Globalisierung weltweit, der für dieses Hintergrundpapier eigens entwickelt wurde], und dass die Vereinigten Staaten als die im weltwirtschaftlichen System über ihre weltweite Leitwährung, den US-$, noch immer bestimmende Macht keinesfalls solche Spitzenwerte einnehmen.
Die Verstärkung der inter-regionalen Kooperation würde jedenfalls mehr als 1 Milliarde Menschen südlich des Rio Grande und in Europa betreffen.
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