Die Laichwanderung der Lachse - Ein kritischer Überblick mit besonderer Gewichtung der Orientierungsmechanismen
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ABSTRACT:
Nur selten stieg bei der Erforschung von Leben und Verhalten einer Tierart mit fortschreitenden Erkenntnissen die Zahl der offenen Fragen dermaßen, wie im Fall der Orientierungsabläufe der wandernden Lachse. Mit den drei wissenschaftlichen Grundfragen, dem WAS, dem WIE und dem WOZU (die Frage WARUM ist wohl eher philosophischer Natur), soll versucht werden, dieses Phänomen zu durchleuchten. Der Hauptteil der Arbeit wird behandeln, WIE Lachse es schaffen, über z. T. mehr als 5000 km mit fast somnambuler Sicherheit in ihr Heimatgewässer zurückzufinden. Diese Frage beschäftigt die Wissenschaftler seit sie vor fast 170 Jahren (TREVIRANUS 1822) gestellt wurde (siehe dazu Übersichtsarbeiten von NIKOLSKI 1963, HASLER 1966, HARDEN JONES 1968, NORTHCOTE 1978, MCCLEAVE et al. 1984, STABELL 1984, SMITH 1985), doch erst heute beginnt man nähere Erkenntnisse über die extrem komplexen Mechanismen zu gewinnen, die ein "homing" der Lachse ermöglichen. Um die Fragestellung überhaupt angehen zu können, sollte man sich zuerst mit dem Lebenszyklus und den Wanderwegen der Lachse befassen, da nur durch Kenntnis der zeitlichen Abläufe der Verhaltensweisen und der räumlichen Dimensionen, innerhalb derer sie sich abspielen, ein Verständnis dieser Vorgänge zustande kommen kann.
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