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Schnellbestimmung von Ethanol und höheren Alkoholen in alkoholhaltigen Fertiggerichten und pulverförmigen Alkopops mittels Wasserdampfdestillation

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CONTRIBUTORS:
  Author Kuhlhoff, S.
  Author Lachenmeier, D. W. (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe)
PROCEEDINGS TITLE:
  Lebensmittelchemie 59
YEAR: 2005
PUB TYPE: Conference Paper in Proceedings
PAGES: 118 - 118
SUBJECT(S): ethanol, alcohol, alcoholic strength, food, alcopops, steam distillation
DISCIPLINE: Food & Nutritional Science
HTTP:
LANGUAGE: German
PUB ID: 103-420-619 (Last edited on 2005/10/20 01:49:33 GMT-6)
SPONSOR(S):
 
ABSTRACT:
Die vollständig automatisierte Wasserdampfdestillation wurde bereits als effiziente und kostengünstige Möglichkeit zur Kontrolle des Alkoholgehaltes in allen Arten von alkoholischen Getränken vorgestellt [1]. Das Verfahren ist wesentlich schneller (nur ca. 5 min pro Probe) und einfacher zu handhaben als etablierte Referenzmethoden (Destillation, Pyknometrie).
In der vorliegenden Arbeit wurde die Methode so modifiziert, dass damit die Bestimmung des Ethanolgehaltes in alkoholhaltigen Lebensmitteln (z.B. Weinsülze, Leberpastete, Fertiggerichte mit alkoholischen Zutaten) möglich wird. Daneben kann sie auch zur Bestimmung des Alkoholgehaltes in den seit kurzem zur Umgehung des Alkopopsteuergesetzes erhältlichen pulverförmigen Alkopops eingesetzt werden.
Nach der Wasserdampfdestillation erfolgt die Bestimmung des Ethanolgehaltes des Destillats mittels Biegeschwinger. Die Kombination aus Wasserdampfdestillation und Biegeschwinger weist einen weiten linearen Bereich von 0,1-80%vol auf, so daß sie auch für die Analyse der Fertiggerichte mit einem sehr geringen Alkoholgehalt geeignet ist. Die Ergebnisse wurden durch die weitaus empfindlichere, aber aufwendigere enzymatische Alkoholbestimmung abgesichert. Das Wasserdampfdestillat konnte auch direkt für die seit langem etablierte Headspace-Gaschromatographie der alkoholischen Begleitstoffe zur Identifizierung alkoholischer Getränke eingesetzt werden [2]. In den untersuchten Fertiggerichten konnten Ethanolgehalte zwischen 3 und 80 mg/100g nachgewiesen werden. Höhere Gehalte wiesen eine Rotweinsoße (425 mg/100g) und eine Weinsülze (421 mg/100g) auf. Die Herkunft der Produkte aus Gärungsalkohol konnte durch den Nachweis der Begleitstoffe Methanol, iso-Butanol, n-Butanol, iso-Amylalkohol und Ethylacetat authentifiziert werden. In allen Fällen wurden die deklarierten alkoholischen Getränke den Produkten tatsächlich beigegeben, häufig jedoch in sehr geringer Menge.
Bei den derzeit auf dem Markt erhältlichen alkoholhaltigen Getränkepulvern konnte mit der Methode eine signifikante Abweichung des Alkoholgehaltes von der Kennzeichnung des Herstellers nachgewiesen werden, die neben weiteren Kennzeichnungsmängeln zu einer Beanstandung der Produkte führt. Daneben liegt durch untypisch hohe Begleitstoffgehalte (z.B. Wodka-Alkopoppulver mit Ethylacetat in Höhe von 1080 g/hl r.A.) eine Irreführung des Verbrauchers vor.

Literatur
1. Lachenmeier DW, Sviridov O, Frank W, Athanasakis C (2003) Dtsch. Lebensm.-Rundsch. 99: 439-444
2. Preuß A, Zipfel K (1985) Lebensmittelchem. Gerichtl. Chem 39: 97-99
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