ABSTRACT:
Nach dem Tod des dienstältesten Diktators Afrikas wurde Togo zu einem Testfall für die eigenstän-digen Demokratisierungsbemühungen afrikanischer Staaten. Bald zeigte sich jedoch, dass ein Regimewechsel in Togo über die Wahlurnen allein unmöglich ist, angesichts der jahrzehntelangen Konsolidierung dieser Diktatur mit ausländischer Hilfe. Nur wenn die internationale Geberge-meinschaft bereit ist, Verantwortung dafür zu übernehmen und aus ihren Fehlern zu lernen, kann eine demokratische Transition noch gelingen. Dies erfordert zuallererst ein „robustes“ Mandat z.B. der Vereinten Nationen, d.h. massive militärische, organisatorische und finanzielle Interven-tion zur Unterstützung der demokratischen Kräfte Togos bei der Durchführung von fairen und freien Wahlen. Danach ist eine langfristige Wiederaufbauhilfe unabdingbar.