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Authentizitätsprüfung von Weinbrand mittels Ionenchromatographie

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CONTRIBUTORS:
  Author Lachenmeier, Dirk W (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe)
  Author Attig, Rainer
  Author Frank, Willi
  Author Athanasakis, Constanze
BOOK TITLE:
  Alkohol-Jahrbuch 2005 (2005) Eckert, Franz.  Balve, Germany: Zimmermann Druck + Verlag.
YEAR: 2005
PUB TYPE: Book Chapter
PAGES: 112 - 117
SUBJECT(S): brandy, authenticity control, ion chromatography
DISCIPLINE: Agricultural and Food Sciences
HTTP: http://www.alkohol-buch.de/seiten/alkohol_jahrbuch.html
LANGUAGE: German
PUB ID: 103-416-121 (Last edited on 2005/05/25 01:45:18 GMT-6)
SPONSOR(S):
 
ABSTRACT:
Bei Gaststättenkontrollen, die routinemäßig oder im Falle von Anzeigen gegen Gastwirte durchgeführt werden, stellt sich der Lebensmittelüberwachung die Aufgabe, neben einer sensorischen Prüfung auch chemisch-analytische Nachweise dafür zu liefern, daß dem Gast statt einer auf der Speisekarte aufgeführten teuren Markenspirituose (z.B. Smirnoff Wodka, Bacardi Rum, Asbach Uralt Weinbrand) ein billiges und u.U. minderwertigeres Produkt ausgeschenkt wird. Mit Hilfe der üblichen Methodik zur Unterscheidung von Spirituosen anhand der Zusammensetzung der leichtflüchtigen Inhaltsstoffe (GC, GC-MS) kann vor allem bei Spirituosen mit niedrigen Gehalten an Gärungsalkoholen wie z.B. Wodka keine eindeutige Markenzuordnung getroffen werden. Aber auch bei extrakthaltigen Produkten wie Weinbrand ist die Unterscheidung anhand der Gärungsbegleitstoffe oft nur eingeschränkt möglich, besonders wenn Mischungen der Markenspirituose mit dem minderwertigen Produkt vorliegen.
Für extraktfreie Spirituosen wie Wodka und weißer Rum konnte bereits gezeigt werden, daß ein eindeutiger Identitätsnachweis bzw. eine Markenzuordnung anhand der Anionenzusammensetzung möglich ist. Dazu wurde eine ionenchromatographische Methode entwickelt, die einfach, schnell und kostengünstig ist. Produkte unterschiedlicher Herkunft - z.B. russische und in Deutschland hergestellte Wodkas – konnten damit eindeutig identifiziert werden. Die Unterscheidungsmöglichkeit beruht darauf, daß Spirituosen aus hochprozentigen Destillaten hergestellt und mit Wasser auf Trinkstärke verdünnt werden. Je nach Anionengehalt des verwendeten Wassers und markenspezifischen Zusätzen zur Alkalitätseinstellung des Wassers sind charakteristische Unterschiede in der Anionenzusammensetzung festzustellen.
In dieser Arbeit wurde die für extraktfreie Spirituosen entwickelte Methode auf extrakthaltige Spirituosen übertragen. Dazu wurde die Probenvorbereitung um einen Schritt ergänzt, bei dem störende Substanzen entfernt werden. Die Anwendbarkeit der Methode wird anhand der Markenzuordnung von Weinbrand demonstriert.
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