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Vollautomatisierte Bestimmung von Drogen in Haarproben mittels alkalischer Hydrolyse sowie Headspace-Festphasenmikroextraktion (HS-SPME) mit Derivatisierung auf der Faser und Gaschromatographie-Massenspekrometrie (GC-MS)

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CONTRIBUTORS:
  Author Junker, H
  Author Lachenmeier, Dirk W (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe)
  Author Kröner, L
  Author Mußhoff, F
  Author Madea, B
BOOK TITLE:
  XII. Mosbacher Symposium der GTFCh-Symposium: Toxikologische Aspekte der Sterbehilfe, Neue Drogen - Chemische, analytische und toxikologische Aspekte.
YEAR: 2001
PUB TYPE: Book Chapter
PAGES: 191 - 206
SUBJECT(S): SPME, GC, MS
DISCIPLINE: Chemistry
HTTP:
LANGUAGE: German
PUB ID: 103-396-130 (Last edited on 2003/10/29 06:48:55 US/Mountain)
SPONSOR(S):
 
ABSTRACT:
Headspace Festphasenmikroextraktion (HS-SPME) in Kombination mit Gaschromatographie/Massenspektrometrie (GC-MS) stellt eine einfache, empfindliche und lösungsmittelfreie Analysenmethode dar. Bei der Analyse von Haarproben war diese Methode bisher nur beschränkt einsetzbar, da zum einen die Haarproben aufgeschlossen werden müssen und zum anderen die Analyten zum Teil unzureichende chromatographische Eigenschaften aufweisen.
Mit dem vielseitig einsetzbaren Autosampler System Combi PAL wurde eine vollständig automatisierte Methode entwickelt, die HS-SPME und GC-MS mit vorhergehender alkalischer Hydrolyse von Haarproben und Derivatisierung auf der Faser umfaßt. Mit N-Methyl-N-trimethylsilyl-trifluoracetamid (MSTFA) als Derivatisierungsreagenz lassen sich Cannabinoide (D-9-THC, CBN, CBD), Opioide (Codein, Dihydrocodein) sowie Methadon und EDDP bestimmen. Für den Nachweis von Amphetamin und synthetischen Designerdrogen (Amphetamin, Methamphetamin, MDMA, MDA, MDE, BDB, MBDB) wurde N-Methyl-bis(trifluoracetamid) (MBTFA) als Derivatisierungsreagenz verwendet.
Die Methoden wurden in Hinsicht auf Zusammensetzung und Menge von Probe und Reagenzien für den Haar-Aufschluß und die Derivatisierung, Tempera-turen und Zeiten der Hydrolyse, Absorption, Derivatisierung, Desorption und an-derer Parameter optimiert.
Unter Verwendung dieser Methoden und unter Einsatz deuterierter inter-ner Standards, wurden Nachweisgrenzen zwischen 0,01 und 1,15 ng/mg erreicht. Bei dotierten Haarproben wurden absolute Wiederfindungen zwischen 0,3 und 12,6 % gefunden. Die Validierung erfolgte nach den Richtlinien des Journal of Chromatography B. Die beschriebenen Methoden wurden an authentischen Haar-proben forensischer Fälle erprobt.
Im Vergleich mit herkömmlichen Methoden der Haaranalyse (Extraktion mit Lösungsmitteln oder Aufschluß mit nachfolgender Aufreinigung mittels Fest-phasenextraktion) ist diese automatisierte HS-SPME /GC-MS Methode wesentlich schneller, einfacher und ohne Einsatz von Lösungsmitteln, bei Einsatz minimaler Probenmengen durchzuführen, jedoch mit der gleichen Empfindlichkeit und Re-produzierbarkeit.
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